Bewertung, Resonanz, Feedback!

Die einzige Art die Welt wahrzunehmen, verläuft über die Sinne: Hierdurch erfährt man, ob es kalt oder warm ist, ob der Boden bebt und man in Gefahr ist oder man sich gerade wie ein Idiot auf dem Boden dreht. All das läuft über die Rückkopplung, die einem verrät, auf welche Art und Weise man sich selbst zur Außenwelt verhält. Aber das Feedback hat auch in der Gesellschaft noch Stellenwert; so gibt man Bewertungen bei Amazon, imdb oder Youtube-Kommentaren ab, um dem Verantwortlichen zu zeigen, was man für gutheißt. Natürlich kann dabei nicht jeder Hersteller auf jeden kleinen Kundenwunsch eingehen, doch ist die Masse groß genug, hat man die Chance etwas bewirken zu können.

Aber auch im Kleinen ist Feedback eine gute Methode, um Mitmenschen zu zeigen, dass das Verhalten vielleicht nicht ganz angemessen war und es manchmal doch nicht ganz richtig ist Witze während einer Beerdigung zu machen. Bei jedem Feedback gilt jedoch, dass es zumindest ernst gemeint werden sollte, denn sonst weiß am Ende niemand mehr, was man noch für bare Münze nehmen sollte. So kommt man auch zum zweiten wichtigen Punkt beim Feedback: der Angesprochene sollte kritikfähig in der Hinsicht sein und zumindest den Weg zur Veränderung öffnen. Schließlich bringt es nichts seinen besten Freund von einem guten Lebenswandel zu überzeugen, wenn der die Problematik gar nicht erkennt.

Es braucht also doch die entscheidende Mithilfe aller, um eine gute Feedback-Kultur aufzubauen, doch dann ist sie eines der wertvollsten Mittel zur Veränderung. Ungeachtet des Wertes ist die Beteiligung der Mitglieder ein anderes Problem, denn die Personen die in einer Demokratie wählen gehen, sind oft zu wenige. Doch selbst, wenn Kunden beispielsweise ihre Produkte bewerten und sich davon einen positiven Wandel erhoffen, werden diese Verbesserungsvorschläge und Produktfehler oftmals nur als Einschätzungsmöglichkeit für zukünftige Kunden verstanden. Aus diesem Grund helfen die Feedbacks auch nur, wenn sie den richtigen Ansprechpartner mit ihrer Kritik und Vorschlägen zu finden und das kann manchmal schwieriger sein als gedacht.

Eine Möglichkeit kann dabei sein, Personen zu finden, die in Etwa denselben Anspruch an Produkte oder auch Kunst haben. Vielleicht mag der eine gerne Pop und der andere gerne Klassik, aber beide können darin übereinkommen, dass gute Musik Stimmungen transportiert und unterhalten soll. Genauso verhält es sich beim Staubsauger, so bevorzugt der eine eher ein schönes Design und der andere eher einen geringen Lärmpegel, doch beide erwarten in der Regel eine gewisse Saugleistung.

Schluss endlich bleibt aber noch zusagen, dass man vielleicht jemandem mal die Meinung offen ins Gesicht sagen sollte, als sich tagtäglich über das Verhalten aufzuregen. Und manchmal merkt man selbst gar nicht, wie blöd man sich selbst verhält und welche Auswirkungen man damit auf die Anderen hat.

Foto: athree23 / pixabay.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: