Diktatoren und ihre Demokratien

Die politischen Unruhen reichen von Nordkorea über Trump nach Amerika, bis hin nach Deutschland und Europa, der Wiege der Demokratie. Von grausamen Völkermorden und riesigen Friedensfesten wurden Menschen zu Zeugen der Weltgeschichte. Wer sich in seinem Leben allerdings unter einem Herrscher wie Stalin, Hitler oder Mao wiederfindet, wird von den Freuden der Demokratie wohl nicht viel miterlebt haben. Solange man jedoch auf der richtigen Seite steht, kann man doch auch unter einem Massenmörder ganz gut leben. Dabei hat die Welt schon viele verrückte Diktatoren und treue Staatsmänner miterlebt, aber fragt man einmal das Volk, so ist doch kaum jemand wirklich zu Frieden in dem Land, in dem man lebt. Schließlich sind weder die Gulags in Nordkorea, noch das deutsche Steuersystem wahrlich eine Freude.

So manch einer wünscht sich, doch auch in Deutschland mal wieder einen richtigen Kanzler oder viel mehr einen Führer, der das Land wieder voranbringt. Schaut man sich einmal China und die enorme wirtschaftliche Entwicklung der letzten 20 Jahre an, werden die Vorteile einer einheitlichen Politik schnell wieder greifbar – lässt man mal die Menschenrechtsverletzungen außer Acht. Die Frage ist doch allerdings: Was wollen wir? Unbegrenztes Wachstum, freie Demokratie oder einfach nur, dass alles wieder rundläuft? Wer sich eine freie Demokratie wünscht, muss damit rechnen, manchmal in der Minderheit zu sein. Wer unbegrenztes Wachstum will, muss damit rechnen, mal auf der falschen Seite zu stehen – und das kann manchmal das eigene Leben kosten. Wer sich wünscht, dass es jetzt mal wieder rund läuft, muss auch damit rechnen, dass es später wieder holpert.

In welcher Zeit man lebt, kann man selbst nicht beeinflussen. Den Staat als seinen Wohnort kann man sich dank der Globalisierung nahe zu frei aussuchen und somit auch seinen Herrscher. Möchte man also lieber von einem kleinen, dicken Nordkoreaner oder dem blonden Pendant regiert werden, ist man doch frei zu wählen. Manchmal ist der Weg zur Mitte und zur Mutti dann doch ganz schön, wenn die einzige Sorge die passenden Klamotten für morgen ist. Wählt man allerdings eine verkappte Diktatur, muss man auch mit der Kehrseite eines solchen Führers rechnen. Selbst, wer nun auf der richtigen Seite einer solchen Diktatur steht, sollte doch zumindest bedenken, welche Konsequenzen man mitträgt. Wer dem Diktator allerdings gegenübersteht, kann nur darauf hoffen, dass die Demokratie ihren Weg zur Herrschaft findet und man die Flucht ins Asyl überlebt. Vielleicht ist das Leben als Eremit auch manchmal die richtige Lösung, um den Problemen der aktuellen Gesellschaft aus dem Weg zu gehen. Ein Leben alleine und bloß mit der Natur: Unabhängigkeit und Freiheit. Doch was ist eigentlich, wenn dann mal der Smartphone-Akku leer geht?

© Beitragsbild: JESHOTS / pixabay.com

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