Wissenschaft und andere Meinungen

Lügenpresse, Klimawandel und die Frage nach der Wahrheit: Diese drei Grundprobleme verunsichern den modernen Menschen seit einiger Zeit und trotzdem hat noch niemand eine Lösung gefunden. Lässt man das Thema Lügenpresse oder Klimawandel aus Versehen in einer Diskussion fallen, entbrennt schnell eine hitzige Diskussion. Jeder hat eine Meinung zu dem Thema, denn natürlich dürfe man den Medien nicht blindlinks vertrauen und die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender unterschlagen ja viel zu häufig wichtige Nachrichten und Informationen. Aber auf der anderen Seite gilt die Tagesschau immer noch als eine der wichtigsten Nachrichtensendungen in Deutschland. Darf man den Medien also nicht mehr trauen? Und wer hat nun recht in der ganzen Debatte?

Ein ähnliches Problem findet sich auch in der Klimadiskussion. Auf der einen Seite steht Trump, die AFD und andere Klimawandel-Leugner und auf der anderen Seite stehen die Umweltaktivisten und ihre Fridays-For-Future-Kinder. Dabei werden in dieser Diskussion sogar höchste Wissenschaftler bemüht, um diesen Streit beizulegen. Und gerade hier liegt das Problem. Weder die Wissenschaftler können genau sagen, in welchem Maße der Klimawandel menschengemacht ist, noch der Laie weiß die wissenschaftlichen Erkenntnisse richtig zu interpretieren. Aus diesem Unverständnis heraus gewinnen die Populisten ihre Macht und die Umweltaktivisten treiben den Klimaschutz zu einer gefährlichen Ideologie voran. Dabei kennt doch keiner von ihnen die Wahrheit.

An dieser Uneinigkeit zeigt sich doch das Jahrhunderte lange Problem der Wissenschaft: wir meinen zu wissen, doch traut man dem kritischen Rationalismus stellt man fest, dass eine Verifikation nicht möglich ist. Während vor 150 Jahren Darwins Evolutionstheorie noch als die Erklärung für Entstehung von Lebewesen galt, wird sie heute in vielen Punkten als überholt betrachtet – und dennoch findet sie auch heute noch in vielen Köpfen der Menschen statt. Die Wissenschaft stellt jeden Tag neue Theorien auf, überprüft sie, findet Fehler und schreibt sie nieder. Hält sich eine Theorie lang genug, wird empirisch überprüft und von anderen Wissenschaftlern akzeptiert, findet sie auch bald ihren Weg in die Köpfe der Bevölkerung.

So wie in den Medien, gibt es auch in der Wissenschaft bestimmte Interessen, die verfolgt werden.  Und so werden von Unternehmen, Universitäten und Stiftungen ständig neue Theorien und Studien gefördert, um die eigene Wahrheit zu etablieren. Wenn nicht mal die Wissenschaft weiß, was wahr ist oder nicht – wie soll man dann selbst herausfinden, ob es den Klimawandel gibt oder nicht? Vielleicht ist es manchmal vernünftiger, nicht zu wissen und die allgemeingültige Wahrheit nicht für sich zu beanspruchen. Falls man sich geirrt hat, wird es umso schwerer seine Aussagen zurück zu nehmen. Denn so ist das Interesse an den neuesten Nachrichten und Erkenntnissen oftmals größer, als an der Wahrheit.

© Beitragsbild: Geralt / pixabay.de

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